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Chemnitz und zurück, die Zweite

Wieder stand die Jahreshauptversammlung des TTCD in Hartmannsdorf bei Chemnitz als Präsenzveranstaltung an. Nach nun etwas über drei Jahren Nutzung unseres elektrischen Volvo C40 kann ich diese Fernstrecke gut einschätzen und planen.

Nachdem gegenüber der ersten Tour vor 3 Jahren schon längst der VolvoCars Bonus für ein günstiges Laden mit der damals Kostenfreien Plugsurfing Ladekarte an den Schnellladesäulen von Ionity mit nur 35ct/kWh ausgelaufen war, hatte ich mich bereits in der Vergangenheit für die flexiblen Tarife von EnBW entschieden. Diese bieten derzeit entweder 56ct/kWh ohne Grundgebühr, 46ct/kWh mit 5,99 EUR Grundgebühr/Monat und 39ct/kWh mit 11,99 EUR Grundgebühr/Monat. Auf Basis der Verbrauchswerte der 1.Tour vor drei Jahren konnte ich grob die prognostizierten Gesamtkosten kalkulieren mit 69 EUR ohne Grundgebühr, 63 EUR mit 5,99 EUR Grundgebühr und 60 EUR mit 11,99 EUR Grundgebühr. Der Tarif mit höchster Grundgebühr liegt also knapp vorne und wurde daher von mir gebucht. Dieser Tarif gilt für 30 Tage und kann dann wieder in den günstigen Tarif ohne Grundgebühr zurück gewechselt werden.

Im nächsten Schritt der Tourplanung müssen nun geeignete EnBW Ladesäulen entlang der Strecke ermittelt werden. Hier hilft die Lade-App von EnBW ausgezeichnet. Anders als vor drei Jahren war jetzt auf Grund der Ladepunkte eine Strecke entlang der A4 günstiger als über die A71 damals. Als ersten Ladepunkt legte ich die mir bekannte Ladestation Herleshausen an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen mit ca. 170km Strecke fest. Danach suchte ich mir noch eine Ladestation kurz vor Gera bei Kraftsdorf und vor Chemnitz bei Glauchau heraus. Damit waren jeweils Teilstrecken von unter 200km markiert die sicher zu erreichen waren. Die Planung erfolgte natürlich zuhause im Vorfeld auf dem Mobiltelefon, aber dank dem Googlesystem als Navi beim Volvo C40 war die Route sofort auch im Volvo verfügbar.

Um entspannt die Tour zufahren und gut rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn um 10:00 in Hartmannsdorf zu sein fuhr ich gegen 04:30 daheim los. Im Volvo C40 stellte ich zunächst nur den Zielort Braugut Hartmannsdorf im Navi in. Das Volvosystem berechnet generell die Restkapazität für die eingegebene Strecke und schlägt geeignete Tankstopps entlang der Strecke vor wenn die berechnete Restkapazität ins negative wandert. So wurde mir jetzt ein nicht von mir vorgegebener Tankstopp bei Arnstadt / Amt Wachsenburg in einer Fahrentfernung von 225km angezeigt. Angeblich eine EnBW Ladestation. Ich nahm die Challenge an, hatte ja immer noch die Station in Herleshausen als Rückfallstation.

Volvo In ruhiger Fahrweise mit max. 100 km/h ging ich auf die Strecke. Wie bei den letzten Fahrten mit dieser Fahrweise zeigte es sich, dass die verbrauchte Energie auf der Autobahn etwas geringer als die Prognose ist. Auf der Bundesstraße B27 zwischen Fulda und Bad Hersfeld jedoch ziemlich genau der Prognose entspricht. So hatte ich an der Ausfahrt Herleshausen noch 44% Restkapazität und 63km Distanz bis zur vorgeschlagenen Ladestation bei Arnstadt. Eine Überprüfung mit der EnBW App zeigte, dass dies eine große Ladestation mit 24 Ladepunkte unmittelbar an einer Autobahnabfahrt ist, also kein großes Risiko. Ich fuhr also weiter und erreichte die Station gegen 06:50 mit immer noch 29% Restkapazität. Kein anderes Auto und genügend Zeitspielraum bis zur Veranstaltung. Der Volvo zeigt mir an, dass ich das Ziel Braugut Hartmannsdorf mit 12% Restkapazität erreiche wenn ich bis mindestens 61% lade. Nachdem aber Hartmannsdorf unmittelbar keine günstige EnBW Ladestation vorhanden ist, konnte ich mir überlegen entweder vorher nochmals an der vorgeplanten Station in Glauchau oder besser nach der Veranstaltung auf Rückweg ebenfalls in Glauchau zu laden. Entfernung bis Glauchau direkt 124km, bis direkt Hartmannsdorf 156km, bis Glauchau über Hartmannsdorf 188km. Letzteres sollte also machbar sein allerdings beschloss ich daher um auf der sicheren Seite zu Sein ruhig den Volvo C40 wieder bis 90% aufzuladen, wohl inzwischen wissend das die Ladung von 80% auf 90% mit 10min ins Zeitkonto schlägt. Geladen habe ich so 42,6kWh für 16,61 EUR in allerdings 31 Minuten.

Um 07:25 war ich wieder auf der A4, 2 1/2 Stunden für ca. 160km Distanz also mehr als genug Zeit. Die A4 ist völlig Leer dreispurig ausgebaut. Also konnte ich guten Gewissens den Tempomat auf 95km/h senken ohne jemanden zu behindern. Um 09:15 war ich auf dem Parkplatz beim Braugut Hartmannsdorf mit immer noch 55% Restkapazität.

Volvo Gegen 13:00 nach einer ruhigen Versammlung und etwas Mittagessen mit Smalltalk ging es auf den Heimweg. Ziel war zunächst angedacht die nur 30km entfernte Ladestation in Glauchau aber mit der erheblich höheren Restkapazität war nun auch die vorher ausgesuchte Ladestation Kraftsdorf hinter Gera in ca. 70km Entfernung gut erreichbar. Also gab ich diese ins Navi ein und macht mich auf dem Heimweg. Unterwegs stieg die angezeigte Restkapazität am Zielort auch wieder langsam an. Daher kam ich auf die Idee zu schauen ob ich wieder die Station bei Arnstadt 81km hinter der Station Kraftsdorf erreichen könnte. Die Prognose war zunächst bei -2% als ich kurz vor Gera war war zwar sie auf +6% aber immer noch rot markiert. Ich entschied mich daher doch in Kraftsdorf anzuhalten und zu laden. An der Station auch unmittelbar neben der Autobahnausfahrt kam ich mit 34% nach wieder 217km Fahrstrecke an. An zwei der insgesamt 12 Ladestationen stand zunächst noch andere Autos. Die Säulen alles 300kW Doppellader. Daher stellte ich mich an die erste Säule neben ein anders Fahrzeug, welches dort noch an dem anderen Ladekabel hing. Hier musste ich lernen, dass auch dies auf die Ladegeschwindigkeit Einfluss hat und scheinbar die maximale Ladeleistung von 300Kw nicht gleichberechtigt auf die Autos aufgeteilt wird sondern der zu erst angeschlossene bevorrechtigt ist. Daher bekam ich zunächst einen etwas geringeren Ladestrom der tatsächlich als das andere Auto fertig war dann noch einmal anstieg. So lud ich in 22 Minuten 29kWh für 11,31 EUR bis zu einer Kapazität von 75% gut ausreichend für die ca. 140km bis Herleshausen.

Volvo Nun ging es weiter mit den gewohnten max. 100Km/H gen Westen. Auf der Höhe der Ladestation Arnsdorf hatte ich noch gut über 50% Restkapazität. Da aber die Ladegeschwindigkeit von eben der Restkapazität reziprok Abhängig ist und ich für die Distanz von 225 bis nach Hause sinnvollerweise bis auf 90% aufladen müsste beschloss ich lieber tatsächlich bis Herleshausen weiter zu fahren um eine günstigere gesamt Ladedauer zu erreichen. In Herleshausen kam ich mit 38% Restkapazität an. Um mit prognostizierter Restkapazität von 12% (grün) daheim anzukommen sollte ich mindestens auf 75% laden. Hier beschloss ich ruhig bis 80% zu gehen lud so 30kWh für 11,70 EUR in wieder 22 Minuten.

Entspannt ging es nun nach Hause. Dort kam ich gegen 18:25 mit immer noch 37% Restkapazität an.

Somit habe ich für die Gesamtdistanz von 744km 101,6kWh Fremdenergie für inklusive Grundgebühr 51,61 EUR erworben. Die Nachladung daheim auf wieder gewöhnliche 90% erfolgt anders als vor 3 Jahren ausschließlich über die Solaranlage, also ohne zusätzlich Kosten. Das sind zum Vergleich 6,74 EUR/100km. Dafür hätte ich nach Tagespreis gerade mal einen 3,26 Liter Diesel/100km oder 3,42 Liter Superbenzin/100km bekommen. Da kommen selbst der kleine Volvo S40 vom Sohn, geschweige denn mein IVECO oder unser vorheriger Volvo V40CC nicht einmal in die Nähe, gleiche Fahrweise voraus gesetzt. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Deutschlandticket sind mit 63 EUR ist noch deutlich teurer zumal ich für Hin und Rückfahrt mit jeweils bis zu 14 Std Reisezeit und bis zu neunmaligem Umsteigen in Kauf nehmen müssen.

Fazit: Gerade jetzt in einer Zeit, in der uns nicht zum ersten Male klar gemacht wird, wie abhängig wir als Nation von nicht selbst bestimmbaren Faktoren in der derzeitigen Energieversorgung sind, ist Elektromobilität in Verbindung mit regenerativen Energien, die zumindest zum Teil auch von vielen Einzelnen geleistet werden kann, der Weg in die bessere Zukunft.