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Internationale Truck Trial Meisterschaft 2012 - 3. Lauf zur ITTM auf dem Flugplatzgelände Perleberg, Brandenburg

30.06./01.07.2012

29.06.2012 Anreise nach Perleberg
30.06.2012 1. Wertungstag
01.07.2012 2. Wertungstag
Ergebnis

Anreise nach Perleberg 29.06.2012

Getrennt Reisen aber gemeinsam spielen ist die Devise unseres Teams wenn es um die Anreise geht. So war es auch diesmal. Ich fuhr Freitags tagsüber mit dem TrialMog, während diesmal nur Georg in der Nacht mit dem PKW nachkam. Zur Verstärkung des Teams stieß dann noch ein guter Freund, Volker aus Norderstedt, am Freitagabend dazu.

Bei schönem aber ab Mittags auch drückend schwül heißem Wetter ging die Fahrt mit dem Wettbewerbsfahrzeug über gut 350 KM Autobahn bis Wolfsburg und dann noch knapp 140km Landstraße bis Perleberg. Ich konnte mich wieder gut hinter flott fahrende LKWs einreihen und so zügig gen Norden eilen. Besonders die Kaseler Berge macht hinter einem schnellen Belgischen Sattelzug Spaß. Er war teilweise deutlich schneller als der Rest der LKWs an den Steigungen. Ich merkte wenn er langsamer wurde und zog nach links auf die mittlere Spur. Er registriert, dass ich im eine Lücke öffnete und zog auch raus. Dies klappte bald so gut, dass er mir schon rechtzeitig mit einem kurzen an tippen der Bremse das nächste Hindernis anzeigte und wir unser Manöver ohne viel Schwung zu verlieren durchziehen konnten. Als er dann beim Kasseler Kreuz die Autobahn wechselte zog ich an ihm vorbei und er winkte breit grinsend zum Abschied.

Nach dem obligatorischen Abstecher zum Hotel erreichte ich den „Spielplatz“ gegen 17:00 und siedelte mich wieder bei den Anderen Teams der S2 an. Nachdem auch Volker eintraf, der TrialMog von Straßenbetrieb auf Wettbewerbsfahrt umgerüstet war und das drohende Gewitter erst einmal ausblieb, besichtigten wir das Trial Gelände.

Das Gelände, eine Areal am Rande eines ehemaligen Militärflughafens, war eigentlich ursprünglich wohl ein platte Ebene. Aber durch verschiedene vorhergehende Veranstaltungen und in Vorbereitung auf diese Veranstaltung wurden Mulden und Hügel in das Gelände ein modelliert. Am Rande waren auch ein paar größere Hügel. Nichts dramatisches aber dennoch genug um hängen zu bleiben oder gar um zu kippen. Der Boden war durchweg sandiger loser Lehm unter eine dünnen Grasschicht. Zusätzlich war das Gelände mit Betonklötzen, losen Holzstämmen und großen Holzbohlen garniert. Dazu natürlich die Tore teilweise gemein an Kanten und Steine gesteckt, so dass aus einer einfachen Wiese doch ein anspruchsvolles Trial Gelände wurde.

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1. Wertungstag 30.06.2012

Der Samstag begann gleich mit zwei Überraschungen.

Zunächst startet die obligatorische Fahrerbesprechung nicht mit dem normalen Programm, sondern der Veranstaltungsleiter Stefan animierte alle Teams zu einem Geburtstagsständchen für Insa an, welches wir Ihr Live per Telefon zu Gehör brachten.

Die zweite Überraschung war weniger erfreulich, als unser TrialMog einfach nicht anspringen wollte. So startete die Klasse S1 ohne uns in die ersten Sektionen. Wir konnten bald die Zündanlage als Fehlerursache aus machen und stellten schließlich fest, dass der Unterbrecherkontakt nicht mehr ordentlich öffnete, obwohl er erst ca 2000km alt war. Dies ließ sich aber relativ leicht durch eine Neueinstellung beheben.

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Endlich konnten wir in das Trial Gelände fahren. Die Klasse S1 die mit uns nur aus drei Fahrzeug bestand hatte bereits drei Sektionen gefahren und wollte gerade in die vierte Starten. Wir hatten natürlich für die ersten Sektionen Höchstpunktzahl erhalten und uns war somit der dritte Platz sicher. Dies tat aber weder unserem noch der anderen Teams Spaß Abbruch, wir kämpften um jeden Punkt.

Die erste Sektion für uns war eine Mulde mit seitlich angehäuften Hügeln um die insgesamt 9 Tore gesteckt waren. In jeder Sektion gab es für die Klasse S1 jeweils zwei extra gesteckte schmale Tore mit einer in der horizontalen gemessenen Breite von 230cm. Allerdings waren diese Tore meist an der schrägen oder in der Verwindung. Für die Sektion hatten wir 13min Zeit die gut reichte. Wir brachen lediglich eine untere Stange von einem der schmalen Tore welches schräg zum Hang durchfahren werden musste. Außerdem hatten wir zwei dumme Richtungswechsel weil ich ein Tor falsch angefahren war.

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Danach ging es in eine Sektion die hinter einem Berg lag. Nur Eingangs und Ausgangstor waren auf der einen Seite des Berges, alle anderen Tore auf der anderen Seite. Der Berg musste also zur Ein- und Ausfahrt überfahren werden. Das erste Tor in der Sektion war am Fuß des Berges so gesteckt, dass man relativ steil hinab fahren musste, allerdings war in der Abfahrt auch noch eine Welle auf der Seite der rechten Räder, so das wir uns dort sehr vorsichtig herunter tasten mussten. Die weiteren Tore gingen dann rund um ein künstliches Loch. Diese ließen sich relativ gut fahren nur mussten wir doch ein paar mal Richtungswechsel einlegen. Das letzte Tor lag dann in der Mitte eines steilen Anstiegs auf den Berg. Steigung gut über 100% und lockerer Sandlehm Boden. Der erste Teilnehmer vor uns hatte dieses Tor und diesen Anstieg nicht geschafft und stattdessen einige tiefe Löcher in dem Hang hinterlassen, so dass wir nicht mit ordentlich Schwung fahren konnten. Diesen hätten wir aber gebraucht um eine Chance an diesem Berg zu haben. Daher brachen wir die Sektion an dieser Stelle ohne einen Versuch ab. Nachdem aber auch der letzte Teilnehmer dieses Tor und den Berg nicht schaffte war taktisch gesehen unser Entscheidung richtig, denn so kassierten wir hier weniger Fehlerpunkte.

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Nach dieser Sektion verhandelten die Mitbewerber mit den Kommissaren, dass sie uns erlauben am Abend die drei verpassten Sektionen nach zu holen. Wir würden dafür nur die zusätzlichen Fehlerpunkte für den Nachstart erhalten. Dies zeigt wie fair und kameradschaftlich es in diesem Sport zu geht. Es hat mich sehr beeindruckt.

Die nächste Sektion war relativ anspruchslos, Es ging mehrfach über kleinere Hügel mehr oder weniger gerade. Nur ein Tor hatte einige Seitenneigung. Hie brachen wir die untere Torstange. Als Beifahrer fuhr diesmal Volker, der so etwas vorher noch nie gemacht hat und entsprechend beeindruckt und begeistert war.

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Die letzte reguläre Sektion für den 1. Wertungstag bevor wir die Nachholsektionen fahren durften waren insgesamt 11 Tore die rund um ein großes Baggerloch mit fast senkrechten Wänden, in dem noch etliche Baumstämme als Hindernisse gelagert waren. Die Einfahrten gingen Teilweise über die vom Bagger aufgeworfenen Abraumberge. Um keine unnötigen Richtungswechsel zu fahren musste man das Loch mehrfach umrunden. Als wir das letzte Tor anfahren wollten bedeutet uns der Kommissar, das uns die Zeit ausgeht. Also brachen wir die Anfahrt auf das Tor ab und eilten mit hoher Drehzahl zum Ausgangstor. Dort merkte ich plötzlich das die Lenkung schwergängig war und die Batteriekontrollleuchte aufleuchtete. Dennoch schafften wir es in den letzten 10 Sekunden die Sektion zu verlassen.

Ich vermutete das durch die hohe Drehzahl der Keilriemen abgesprungen oder gerissen war. Nach einem Blick unter die Motorhaube musste ich allerdings feststellen, dass der Keilriemen zwar abgesprungen war aber auch die komplette Riemenscheiben auf der Kurbelwelle des Motors fehlten. Damit war natürlich erst einmal das Nachstarten gestorben. Wichtiger war aber die Riemenscheibe zu finden. Auch hier halfen sofort alle anderen S1 Teams und die Kommissare und Helfer sofort mit. Letztlich fanden wir die Riemenscheibe ca 15m neben der letzten Fahrstrecke zum Ausgangstor in der Wiese.

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Somit war das Spielen für diesen Tag wieder beendet, es war aber auch schon nach 17:00. Wir fuhren den angeschlagenen TrialMog zurück ins Fahrerlager. Dank elektrischer Wasserpumpe und elektrischer Kühler ging dies auch ohne Keilriemen. Die Lenkung war natürlich ohne Servo Unterstützung etwas schwergängig aber wir fuhren auch nur Schrittgeschwindigkeit.

Im Fahrerlager stellten wir fest, dass alle drei Befestigungsschrauben ab geschert waren sonst aber keine Beschädigungen vorlagen. Die Reste der Schrauben ließen sich nicht aus der Schwungscheibe entfernen aber glücklicher Weise gab es drei weitere Gewindebohrungen, so dass die Riemenscheibe etwas verdreht wieder eingebaut werden konnte. Allerdings hatten wir keine Schrauben und mittlerweile hatten auch alle Geschäfte in der Umgebung geschlossen. Also gingen wir von Team zu Team und versuchten Schrauben auf zu treiben. Auch hier war wieder die Unterstützung sensationell. Alle Teams durchsuchten ihr Vorräte nach passenden Schrauben und so bekamen wir zwar nicht die richtigen Innensechskant Schrauben aber doch längere Außensechskantschrauben mit durchbohrten Muttern als Distanzscheiben die wir verwenden konnten. So konnten wir den Trialmog doch wieder Vorort reparieren und um 20:00 lief er wieder. So konnten wir zum gemütlichen Teil des Truck Trials mit großem Lagerfeuer übergehen.

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2. Wertungstag 30.07.2012

Der 2. Wertungstag begann positiver. Übernacht hatte der TrailMog nicht wieder seine Fahrfähigkeit verloren. Die erste Sektion des Tages war wieder relativ einfach nur bei den schmalen Toren musste ordentlich gezirkelt werden, weil sie natürlich wieder Schräg zum Hang zu durchfahren waren. Hier fuhr wieder Volker als Beifahrer. Leider rissen wir bei beiden Schmalen Toren jeweils eine Stange, ansonsten ging die Fahrt mit nur einem Fahrtrichtungswechsel recht gut.

Die nächste Sektion war als Hauptschwierigkeit ein neu angelegtes Baggerloch. Hier musste ein Tor aus dem Loch heraus über eine steile Kante angefahren. Wir fuhren rückwärts in das Loch und positionierten den TrialMog recht gut vor die Kante. Allerdings schafften wir es nicht ohne Schwung herauf zu klettern, stattdessen gruben wir nur Löcher. Im zweiten Versuch fuhrn wir dann wieter zurück und versuchten es mit Schwung. So kamen wir zwar aus dem Loch aber der TrialMog sprang aus der Spur so dass wir die eine Torstange umrissen das Tor leider nicht passierten. Das nächst schwierige Tor war ein schmales Tor direkt an der Bande in dem auch noch ein großer Stein lag, welcher überfahren werden musste. So kamen wir hier nicht ohne Berührung hindurch. Die restlichen Tore waren dann eher einfach.

Als nächstes ging es wieder in die selbe Sektion wie unsere erste Sektion am Vortag allerdings wurden alle Tore in umgekehrter Richtung durchfahren. Hier hatten wir diesmal lediglich zwei Berührer.

Weiter ging es wieder in eine große Sektion mit insgesamt 12 Toren rund um und auf einem Berg. Zwei Tore waren auf dem Berg gesteckt, eines dabei so, dass man den Mog nicht davor vernünftig positionieren konnte um in die Falllinie zu kommen. Der Hang war aber fast senkrecht. Dies war mir nicht geheuer und ich beschloss dieses Tor auf jeden Fall aus zu lassen. Das zweite Tor war erreichbar wenn man einen sandigen Steilanstieg hinauf kam und oben dann aus der eigentlichen Spur herauskommt. Die anderen Tor unten waren weniger gefährlich aber vor allem die schmalen Tore doch knifflig. Bei dem Versuch den Sandhang hinauf zu kommen fuhren wir mit wenig Schwung wegen einer Querwelle am Bergfuß. Zunächst kamen wir dennoch gut hoch aber oben ging ich einen Moment zu früh vom Gas und der TrialMog blieb stecken. So mussten wir auch das zweite Tor auf dem Berg auslassen.

Die letzte Sektion des Wettbewerbes war dann eine Sektion auf der flachen Wiese bei der es im Wahrsten Sinne über Stock und Stein ging. Stock waren große teilweise bewegliche Holzbohlen mit Abständen zwischen drin in dem bequem ein ganzes Rad Platz gefunden hätte. Stein waren große Betonquader die unmittelbar in die Tore gelegt waren. Besonders bei den schmalen Toren musste wieder extrem vorsichtig gefahren werden weil das Fahrzeug mal nach links und gleich wieder nach rechts kippte. Auch konnten wir bei der Anfahrt auf die Hindernisse teilweise die Löcher zwischen den Bohlen nicht sehen, mussten aber vermeiden dort hinein zu rutschen. Die Fahrt klappte besonders durch die genauen Anweisungen von Georg als Beifahrer sehr gut so dass wir lediglich einen Berührer und zwei Richtungswechsel hatten.

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Ergebnis 3.Lauf

Bedingt durch die nicht gefahrenen ersten drei Sektionen lagen wir klar auf dem dritten Platz. Ohne Berücksichtigung dieser Sektionen wären wir zwar auch auf den dritten und letzten Platz dieser Konkurrenz gekommen aber deutlich knapper. Nach der dritten von uns gefahrenen Sektionen lagen wir sogar ohne Berücksichtigung der ausgelassenen Sektionen in Führung. Mit diesem Ergebniss sind wir hoch zufrieden. In der Gesamttabelle der ITTM haben wir nun nach drei Läufen und insgesamt sechs Startern in der Klasse S1 unseren 3.Platz gefestigt.

Vor der Siegerehrung haben wir den TrialMog wieder für die Rückfahrt gerichtet und sind dann nach der Siegerehrung wieder heimwärts gestartet. Natürlich wieder jeder für sich. Interessant war das Georg mit dem PKW nur 1 Stunde 20 Minuten weniger gebraucht hat für die 500km als ich mit dem Mog.

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